GERONIMO
(? - 1909) Der grausame und gerissene Geronimo war Anführer der Chiricahuas. Unter den Apachen Arizonas gab es in den 1880er Jahren zahlreiche Häuptlinge, darunter Nana, Chato und Nachez. Doch der Führer des Widerstandes gegen die wachsende Besiedlung der Weissen war Geronimo, der formal gar kein Häuptling war. Die elenden Bedingungen im San Carlos-Reservat trieben viele junge Indianer in die Arme von Geronimo. Die Chiricahuas hatten das Reservat verlassen und waren nach Mexico gezogen. Von dort aus überfielen Geronimo, Nachez, Chato und Juh im April 1882 eine Reihe von Siedlungen im Gila-Tal. Dabei töteten sie 30 - 50 Weisse. In der Folge wurden die Apachen von der Armee, mit der sie Katz und Maus spielten, über Tausende von Kilometern gejagt. Geronimo kapitulierte am 4. September 1886 im Skeleton Canyon, 100 Kilometer südlich des Apache-Passes. Die Apachen wurden dann mit Zügen nach Florida geschickt, wo die Männer - entgegen der Abmachung - von ihren Familien getrennt wurden. Ausserdem fiel es den Apachen schwer, sich auf das feuchte Klima Floridas einzustellen und viele erkrankten an Sumpffieber und starben im Exil, darunter auch zahlreiche Apachen-Scouts, die für die US-Armee gekämpft hatten. Erst 1894 erhielten die
letzten überlebenden Apachen die Erlaubnis, nach Oklahoma überzusiedeln. Dort starb
Geronimo im Jahre 1909. |
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