Quanah's Kriegskopfschmuck
Quanah's prächtiger Kriegskopfschmuck besteht aus 60 Adlerfedern, deren Kiele mit leuchtenden Perlenschnüren umwickelt sind. Die Anhängsel an den Federspitzen sind Mähnenhaare eines Schimmels.

QUANAH  PARKER  (? - 1911)
HÄUPTLING DER QUAHADI-COMANCHE.
Comanche-Häuptling Quanah vor einer Stammesfestlichkeit in den 1890er Jahren. Er trägt die herkömmliche Tracht und hat seine Zöpfe mit Biberpelz umwickelt. Zu diesem Zeitpunkt bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann mit guten Beziehungen, war er weit häufiger im Anzug mit Krawatte zu sehen.

Quanah Parker war der Sohn von Peta Nocona, einem vielversprechenden jungen Häuptling der Nocona, einer der Hauptgruppen der Comanche, und der noch nicht Zwanzigjährigen Cynthia Ann Parker, einer Weissen die als 9jährige von den Comanchen verschleppt worden war. Die Eltern gaben ihrem Sohn den Namen Quanah, was in der Comanche-Sprache soviel wie „wohlriechend“ heisst.
Quanah weigerte sich im Jahre 1867, den Vertrag von Medicine Lodge zu unterzeichnen: „Sagt den weissen Häuptlingen, dass die Quahadi Krieger sind und sich erst ergeben, wenn die Blauröcke uns besiegen.“ Als es schliesslich dazu kam, gab Quanah als letzter der Häuptlinge nach.
Quanah zeichnete sich durch seinen rücksichtslosen, fanatischen Kampfeseifer aus. Anfang der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts hatten die Weissen den Eindruck, nur eine tödliche Kugel könne aus Quanah, dem berühmt-berüchtig- ten Halbblut und Comanche-Häuptling, einen „guten“ Indianer machen. Dieser „Teufel zu Pferde“ wurde in seinen vielen Schlachten gegen die Armee nie wirklich besiegt. Trotzdem gab Quanah 1875 seinen Krieg und sein Nomadenleben plötzlich auf und begnügte sich von nun an mit einem sesshaften Leben in der Reservation. 
Quanah war ein Phänomen - ein Häuptling, der sich im Krieg genauso hervortat wie in dem anschliessend aufgezwungenen Frieden, in dem er sich als ein tatkräftiger und vorurteilsfreier Vertreter der Interessen seines Volkes und als erfolgreicher Geschäftsmann erwies.
Quanah durfte so sterben, wie es dem alten Brauchtum entsprach. Am 22. Februar 1911 legte er sich mit einer Lungenentzündung ins Bett und liess den Medizinmann des Stammes rufen. Als es mit ihm zu Ende ging, schlug der Medizinmann, einer alten Tradition folgend, über Quanahs Körper mit den Händen wie mit Adler- flügeln - der Adler rief als Bote des Grossen Vaters den Geist des Häuptlings ins Jenseits der Indianer.

QUANAH  PARKER

QUANAH  PARKER


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(letzte Aenderung: 15.05.2003)