WASHAKI (1805 - 1900)
HÄUPTLING DER SHOSHONI
Washaki trägt eine Medaille, die seine langjährige Freundschaft mit den Weissen würdigt. Dieses 1866 aufgenommene Bild schickte man Präsident Andrew Jackson, um ihm Washakis Dankbarkeit für die Auszeichnung zu bekunden.

Washaki war für seine Freundlichkeit gegenüber den Weissen bekannt. Die Freundschaft der Shoshoni mit den Weissen begann schon 1805 (die Zeit als Washaki geboren wurde), anlässlich des Besuches der Forschungsreisenden Meriwether Lewis und William Clark. 
Washaki erhielt 1842, als der alte Häuptling starb, die Häuptlingswürde. Der Shoshoni-Stamm zählte zu der Zeit etwa 6’000 Angehörige. Der Stamm beteiligte sich später auf Seite der Armee am Krieg gegen die feindlichen Sioux. Sogar die Sioux- Häuptlinge Red Cloud und Crazy Horse anerkannten Washaki (obwohl sie seine Feinde waren) als den grössten aller Indianerkrieger an.
Washaki war ein hervorragender Schütze und erklärte später sein Bedauern über die blutigen Taten, die er in der Blüte seines Lebens begangen hatte: „Als junger Mann hat mich der Krieg begeistert. Manchmal wenn mein Stamm in Frieden lebte, zog ich auf eigene Faust los, um mir einen Gegner zu suchen. Ich schäme mich von diesen Jahren zu sprechen, denn ich habe eine grosse Zahl von Indianern getötet.“
Viele junge Krieger warfen Washaki vor, dass er sich so eng mit den Weissen verbündet hatte und zusehends abgeneigt war, seine indianischen Feinde zu bekriegen. Manche sagten, dass er offenbar verweichlicht und bereits zu schwach sei, um im Kampf zu siegen und noch Feinde skalpieren zu können. Daraufhin ritt Washaki eines Abends davon. Als er einige Tage später zurück- kehrte, brachte er sieben frische Skalpe mit und verkündete: „Soll der, der meinen Platz beansprucht, genauso viele Skalpe erbeuten.“ Niemand wollte sich darauf einlassen und niemand forderte mehr den Mut des Häuptlings heraus. 
Am 4. Juli 1868 erhielten die Shoshoni, auf Washakis Wunsch, von der US-Regierung das Wind-River-Tal für immer als Heimat. 
Am Abend des 20. Februar 1900 rief Washaki seine Familie ans Bett und sagte mit verlöschender Stimme: „Ihr habt jetzt, wofür wir so lange und tapfer gekämpft haben. Haltet es für immer in Ehren und Frieden. Geht jetzt schlafen. Ich werde nicht mehr zu euch sprechen.“ Zwei Tage später wurde er in Fort Washaki mit allen militärischen Ehren beerdigt. Dem flaggengeschmückten Sarg folgte ein über zwei Kilometer langer Trauerzug. 

WASHAKI


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(letzte Aenderung: 15.05.2003)